Gestaltung des Untergrundes

Entsiegelung der Außenanlage – ein verantwortungsvoller Umgang mit dem „kostbaren Nass des Himmels“

© St. Förster

Eine Entsiegelung ist bei der Gestaltung von Schulhöfen ein grundlegender erster Schritt der praktischen Maßnahmen. Versiegelte Flächen verhindern die Atmung der Erde und das Wachsen von Pflanzen. Das auftreffende Regenwasser kann nicht in den Boden versickern und die Flächen heizen sich im Sommer stark auf. Durch die Entsorgung in die Kanalisation geht es den natürlichen Kreisläufen verloren. Der unüberlegte Umgang mit dem Regenwasser hat in manchen Gebieten Überschwemmungen oder auch sinkende Grundwasservorräte zur Folge. Ein Schulhof sollte so gestaltet sein, dass Regenwasser großflächig vom Boden aufgenommen werden kann, auf dem eigenen Gelände verdunstet oder einer Nutzung – zum Beispiel durch Speicherung in einer Zisterne – als Gießwasser zugeführt wird. Nur durch die Entsiegelung trister Asphalt- und Betonsteinflächen kann die Erde wieder richtig durchatmen!

 

Natürliche Modellierung

Weidentunnel © Grün macht Schule

Hügel, Berge und Täler, Mauern, Hecken, Höhlen und Hütten, Inseln, Beete, Brücken und Stege, all diese Elemente lassen aus einem öden Schulhof eine lebendige Fantasielandschaft entstehen. Eine Fantasielandschaft, in der Schüler Naturerlebnisse und Naturphänomene mit und durch Pflanzen und Tieren begreifen können. Mit unterschiedlicher Topografie und jeweiligem Materialeinsatz steigert die natürliche Modellierung des Schulhofgeländes die Kreativität, die Kommunikation der Schüler untereinander, das Lernen in und durch die Natur, sowie die Bewegungs- und Spielmöglichkeiten.

Kreatives Gestalten mit Bauschutt

Zur Gestaltung des Schulhofes muss nicht viel Geld in neue Baumaterialien investiert werden. Durch die Wiederverwendung von Baumaterial aller Art, wie z.B. Klinkersteinen, Bruchsteinplatten, Bruchbeton oder Gehölzschnitt, Materialien die häufig als Müll auf Deponien entsorgt werden, lässt sich ebenso gut wie mit neuem und teurem Baumaterial Freiflächen gestalten. Es ist jedoch darauf zu achten das der verwendete Bauschutt oder Holz, frei von Chemikalien, Pestiziden und Kunststoffen ist, da diese in den Boden und später in das Grundwasser gelangen können, was fatale Folgen hätte. Da die Gestaltung des Schulhofes mit recycelten Baumaterial keinen Fachmann z.B. Garten- und Landschaftsbauer benötigt, kann die Gestaltung von Schulhöfen durch die späteren Nutzer, die Schüler, Eltern und Lehrer gemeinsam umgesetzt werden. Sowohl Schüler, Eltern und auch Lehrer können aktiv ihre Ideen und Wünsche zusammentragen und in einem dynamischen Entstehungsprozess des gemeinsamen kreativen Gestaltens umsetzen, so dass die Vorschläge und Wünsche aller Beteiligten und Nutzer berücksichtigt werden. Neben dem positiven Aspekt der Kosteneinsparung, werden Deponien entlastet, der Boden am Ort der Gestaltung mit Kalk angereichert, das Geländerelief durch aufgeschüttete Hügel und ausgehobene Senken vielfältig strukturiert, es entstehen Schlupfwinkel für Tiere, in der Strukturellen Vielfalt können verschiedene kleinräumige Klimazonen entstehen und somit letztlich vielfältige Lebensräume für Tiere und Pflanzen geschaffen werden. Durch eine aktive Beteiligung von Kindern bei der Gestaltung ihrer Umwelt wird diese von ihnen zukünftig aus einem Verantwortungsvollen Blickwinkel betrachtet und somit für sie zur Mitwelt.

Wir sammeln Ideen

Ruhe- und Kommunikationspunkte
Zum Ruhebereich gehören eine Vielzahl unterschiedlicher Elemente:
– Sitzmauer
– eingetiefte oder abgeschirmte Sitzplätze
– Bänke und Tische
– Häuser und Hütten
– Weidenhäuser und Zäune
– Baumhaus, Baumburg
– Höhle
– Begegnungsinsel
– Kleinere Räume in Spielgebüschen und Hecken
Naturerlebnisbereiche
– Natürliche Wege und Plätze
– Hügel und Täler
– Natürliche Brücken und Stege
– Wasser und Teiche
– Wildblumenbeete
– Duftpflanzen
– Wildblumenwiesen
– Blumen und Schotterrasen
– Trockenstandorte
– Kleingehölze
– Wildsträuchergebüsche, -hecken und Bäume
– Labyrinth aus Weiden
– Alte Gartenrose
– Nutzgarten mit Kräutern, Gemüse und Obst
– Feuerplatz
– Backofen
Spiel und Bewegung in Natur- Erlebnis- Räumen
– Hügel und Täler
– Klettersteine und -mauern
– Kletterbäume
– Balancierstämme
– Kriechtunnel
– Kleinspielfeld
– Schaukeln und Wippen
– Schwingseil
– Hüpfpalisaden
– Torwand
– Rutsche
Orte für kreatives Gestalten in Natur- Erlebnis- Räumen
– Sand und Kies
– Steine
– Holz
– Pflanzen
– Weidenruten
– Wasserspielgelände
– Matschbereich mit Sand und Kies
– Malwand
– Freiluftwerkstatt
– Kunstobjekte
– Backofen aus Lehm

Zum Download: Gestaltung des Untergrundes

Interessante Links:
www.agenda21-friedberg.de/Faltblattwww.pdf
www.umweltschulen.de/natur/schulgelaende_2.html
www.grueneliga-berlin.de/hofbegruenung/pflasterbelaege.html


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