Gymnasium Bad Zwischenahn-Edewecht
Das GZE ist eine von 190 deutschen UNESCO-Projekt-Schulen und arbeitet den offiziellen Leitlinien: internationale Verständigung, Nachhaltigkeit und interkulturelles Lernen. Themen wie Menschenrechte, Umweltschutz und Toleranz werden im Unterricht behandelt und in Form von Projektarbeit vermittelt.
Das GZE versteht sich als umwelt- und gesundheitsbewußte Schule. Theorie und Praxis des Umweltschutzes sind fester Bestandteil des Unterrichts und zeigen sich auch in der Initiierung verschiedener AGs, wie der Natur AG, der AG Nachhaltigkeit und der AG Ressourcenwirtschaft. Unterstützt werden sich unter anderem vom Regionalen Umweltzentrum (RUZ) Ammerland und vom NABU sowie von der Bundesarbeitsgemeinschaft Schulgarten (BAGS). 80 Prozent der schulischen Grünanlagen sind bereits naturnah gestaltet.
Die Schüler der Gruppe Schulhof untersuchte zunächst stichprobenartig die Artenvielfalt der Fauna und Flora. Dabei achteten sie auf die Auswahl unterschiedlicher Untergrundarten (Rasen, Pflasterfläche, Blumenbeet). Für die Bestimmung der Pflanzenbestände verwendeten sie die „Quadratmetermethode“. Insekten und Bodenlebewesen fingen sie, indem sie für eine Woche Lebendfallen (leere Marmeladengläser) in den Boden setzten. Die Ergebnisse beider Methoden sind schließlich – im Hinblick auf beeinflussende Faktoren - auch kritisch betrachtet worden.
Ebenso haben sie die Fauna und Flora des Schulteichs sowie die dessen Wasserqualität anhand bestimmter Parameter (Ammonium-, Nitrat-, Phosphat- und pH-Wert,) untersucht.
Die Untersuchungs-Ergebnisse wurden jeweils als Faktoren für Lebensbedingungen und Artenvielfalt diskutiert. Im Hinblick auf den Klimawandel möchten sie bevorzugt Pflanzenarten anbauen und pflegen, die von Veränderungen der Umwelt stärker betroffen sind, als anspruchslose bzw. tolerantere Arten. Im Ausblick erwägen die Schüler eine asphaltierte Freifläche des Schulgeländes in eine Obstbaumallee mit umgebenden Wiesenflächen zu gestalten.
Doch sie gingen noch weiter – bis ins Jahr 2030. Sie entwickelten ein Szenario über die Grüngestaltung ihres Schulhofs (begrünte Dächer und Fassaden, Bau eines Schmetterlingshauses, in AGs organisierte artgerechte Kleintierhaltung) und über mögliche politische Instrumente zur Förderung der Begrünung und Artenvielfalt an allen Schulen. Ihnen ist klar: was für die Allgemeinheit höchst bedeutend ist, muss verpflichtend für alle sein.